VERBÄNDE UND DER TIERSCHUTZ – REITSPORT IN THÜRINGEN UND DEUTSCHLAND

Heute möchten wir uns mit Organisationen, Verbänden und Strukturen im Reitsport auseinandersetzen. Die HorseFuturePanel hat auch zu diesem Thema eine interessante Umfrage durchgeführt: 80 % der Probanden halten Organisationen für den Pferdesport in Deutschland für wichtig. Die wichtigsten Funktionen sehen die Befragten dabei in dem Einsatz für den Tierschutz beim Reiten und Fahren sowie der Interessenbündelung und -vertretung gegenüber der Öffentlichkeit und Politik. Außerdem erwarten Pferdesportler die Bereitstellung der Möglichkeit, sich weiter zu bilden. 90% der Pferdesportler und -interessierten möchten sich über die Internetpräsenz der Organisationen informieren können. Über 86% wünschen eine Interessenvertretung gegenüber Politik und Gesellschaft von den Verbänden. 83% der Befragten halten einen persönlichen Ansprechpartner mit fachlicher Qualifikation bei der jeweiligen Organisation für wichtig. 78% möchten ebenfalls über Pressemitteilungen in Tageszeitungen, über 50% über die social-media Kanäle von den Verbänden informiert werden. Wünschenswert wären für 63% die Bereitstellung von Webinaren zur Weiterbildung.

EIN ÜBERBLICK ÜBER PFERDESPORTVERBÄNDE IN THÜRINGEN UND DEUTSCHLAND


 

[text-slider]


ENTWICKLUNG DER MITGLIEDERZAHLEN DER DEUTSCHEN REITERLICHEN VEREINIGUNG E.V.

Alle Verbände und Organisationen haben gemeinsame Ziele: Die Förderung des Nachwuchses und der Jugend. Wie die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) nun bekannt gab, gab es 2014 einen erneuten Mitgliederrückgang: Über 7.000 Mitglieder weniger als zum Vorjahr muss die Organisation verzeichnen. Allerdings zeigt der Rückgang erhebliche regionale Unterschiede auf. So kam es beispielsweise in Thüringen zu einem Mitgliederzuwachs von 2,32%. Auch andere Landes- und Bundesverbände verzeichnen einen stetigen Mitgliederzuwachs.

Das größte Problem sieht Generalsekretär der FN, Soenke Lauterbach im immer spärlicher werdenden Nachwuchs und schiebt diese Problematik auf geburtenschwache Jahrgänge und Ganztagsschulen.

Quelle: www.pferd-aktuell.de

WO LIEGT VERSTECKTES POTENTIAL IN DER FÖRDERUNG DES REITSPORTS?

Potenziale werden vor allem in den Bereichen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gesehen. Im Bereich Marketing sollten konsequenter Zielgruppen festgelegt und angesprochen werden. Wer Jugendliche und Kinder für diesen Sport begeistern möchte, muss unten anfangen. Auf den regionalen Ebenen der Landesverbänden. Der muss begeistern, der muss moderne Kommunikationsauftritte leisten, der muss Tierschutz verkörpern, der muss Vereine unterstützen, Netzwerke aufbauen und pflegen. Informieren und Begeistern. Und das am besten mit Apps, mit emotionalen Webseiten, mit informativen Online-Tools, mit allem, was die Jugend nun mal begeistert und nutzt.

Der Informationsfaktor spielt vor allem bei dieser „verlorenen“ Zielgruppe eine große Rolle. Das Internet ist voll mit Ratschlägen, Anleitungen, Videos, mit Seminaren und selbsternannten“Profis“. Bei auftauchenden Problemen mit dem Pferd, wird heutzutage fix gegoogelt. Egal ob die Futtermenge für nicht mehr angemessen gehalten wird, oder das Pferd beim Longieren in den Zirkel kommt.
Die „Bibel“ der Reiter, das non-plus-ultra sollten dennoch aber die Richtlinien der FN sein. Hier fällt es allerdings der Jugend schwer, diese Richtlinien zu verinnerlichen. Die Stimmung kippt, große Verbände machen sich durch die jüngsten Ereignisse auf der EM in Aachen und den DKB Bundeschampionaten unglaubwürdig.
Jeder Verband hat sich dem Tierschutz verschrieben, viele fangen nur zu weit hinten an, fördern den Spitzensport und sind dann still, wenn die Spitzensportler gegen festgelegte Regeln und Bestimmungen verstoßen. Hyperflexion, blutige Mäuler, ein lahmer Totilas – Das sind Szenen, die möchte kein Pferdefreund bzw. Pferdeinteressierter mehr sehen. Hier wird dann die unbedingte Anerkennung des Tierschutzes, die Verfolgung der satzungsmäßigen Ziele gebraucht. Ein Rückhalt, für alle die nach den Richtlinen der FN lehren und lernen.

Jeder, der ein Pferd besitzt, der ein Pferd sattelt und reitet, jeder der mit Pferden arbeitet, hat sich dem Tierschutz verschrieben. Jede Organisation, jeder Verein, der sich der FN anschließt ebenso. Jeder Spitzensportler, egal ob Springen oder Dressur, jeder Turnierreiter und Trainer, sollte an jedem Tag, an dem das „Kulturgut Pferd“ zu privaten oder geschäftlichen Zwecken genutzt wird, dem Tierschutz verschrieben sein. Dies ist der einzige richtige und wichtige Weg, diesen Sport wieder in einem anderen Licht erstrahlen zu lassen.

Der Sport benötigt mehr regionale Unterstützung, ein Zusammenrücken der Vereine, Betriebe und Landesverbände. Unterstützung im Bereich der Weiterbildungen, Hilfe bei der Sponsorensuche und zeitgemäße Leitfäden für einen guten Kommunikationsauftritt. Vereine, die sich der Kinder- und Jugendarbeit verschrieben haben, benötigen Rückhalt und kompetente Ansprechpartner. Wir brauchen Vorbilder – Spitzensportler, die erklären, was Sie tun, warum sie welche Ausrüstungsgegenstände wie benutzen. Heutzutage ist es leicht, abzuschauen, wenn nicht aufgeklärt wird.

Im Prinzip braucht dieser Sport einfach nur die Erfüllung der satzungsmäßigen Zwecke der Verbände…

 

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teilen!
Weg damit!

Hat's dir gefallen? Zeig's der Welt :)